Schotter, was ist das?

Schotter ist ein wertvoller Baustoff. Als Schotter bezeichnet man kantige, gebrochene Gesteinskörnungen mit einer Korngrösse zwischen 32 und 50 Millimeter. Schotter wird beim Verkehrswegebau verwendet.

Bild: Herstellung von Hartgestein-Schotter in Kehrsiten

Der bei Gleisbau eingesetzte Schotter muss aus Hartgestein, z. B. Kieselkalk, sein, denn dieses Hartgestein ist besonders abrieb- und druckfest. Hartgestein findet man hierzulande nur in einem schmalen Gesteinsband, das sich vom St. Galler Rheintal bis ins Waadtland erstreckt. Der Kieselkalk aus dem Steinbruch Zingel hält einem Druck von über 3000 Kilogramm pro Quadratzentimeter stand.

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Wozu braucht es Schotter?

Gleisschotter und Splitt sind für Schiene und Strasse unverzichtbar. Der jährliche Bedarf an Hartgesteinschotter und -splitt beträgt 300 kg pro Kopf. Dieser wird für Bahntrassen, Strassenbeläge und als Koffermaterial verwendet. Gleisschotter hat trotz seiner Härte durch die grosse Belastung nur eine begrenzte Lebensdauer. Wird er zu fein, muss er schliesslich erneuert werden. Allein die SBB benötigen jährlich 550'000 Tonnen Hartstein für Gleisschotter.

Bild: Gotthard-Basistunnel Erstfeld, Nordportal, Bau Sichelmauer ©AlpTransit

«Schotter ist vom Bahnverkehr in der Schweiz nicht wegzudenken. Um die Verfügbarkeit des Eisenbahnnetzes zu gewährleisten, verbaut die SBB jährlich rund 550 000 Tonnen Bahnschotter, davon stammen 60 000 Tonnen von der Firma Holcim Kies und Beton AG. Dies entspricht 2400 Wagenladungen.»

- Désirée Baer, Leiterin Einkauf, Supply Chain und Produktion und Mitglied der Geschäftsleitung SBB Infrastruktur.

Bild: Gotthardbahn - Kieszug auf der Reussbrücke bei Wassen im Kanton Uri