AKTUELL: Erweiterung Steinbruch Zingel

Nach Zustimmung der Bevölkerung, der Gemeinde Stansstad und des Kantons Nidwalden wird der Steinbruch Zingel in Kehrsiten erweitert. Die ersten Vorbereitungsarbeiten haben im Oktober 2017 begonnen und werden bis Herbst 2018 dauern. Danach kann mit dem regulären Abbau begonnen werden.

Veranstaltungshinweis:

Holcim lädt die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Stansstad ein und informiert über die anstehenden Bauarbeiten im Steinbruch Zingel. Die Veranstaltung findet am Montag, 20. November, um 19 Uhr im Gemeindesaal,Kehrsitenstrasse 24, statt. Holcim freut sich, offene Fragen aus der Bevölkerung zu beantworten.

Flyer Infoveranstaltung

Fragen und Antworten zur Erweiterung

Warum erweitert Holcim den Steinbruch Zingel?

Der Kieselkalk aus dem Schotterwerk Kehrsiten hat überdurchschnittliche Eigenschaften und eignet sich besonders für den Gleisbau. Diese Art von Gestein gibt es sehr selten in einem schmalen Band quer durch die Schweiz. Aus diesem Grund ist das Werk Kehrsiten mit dem Steinbruch Zingel von besonderer, nationaler Bedeutung. Dank der Erweiterung reichen die Reserven weitere 20 Jahre.

Andreas Kühni, Leiter strategische Rohstoffsicherung Holcim Zentraleuropa West

Wer kontrolliert die Renaturierung im Steinbruch?

Die Renaturierung wird von einer Renaturierungskomission begleitet, welche aus Personen aus verschiedenen Ämtern zusammengesetzt ist. Sie tagt jedes halbe Jahr und begutachtet die ausgeführten Massnahmen und schlägt Änderungen vor. Ausserdem hat die Stiftung Natur und Wirtschaft den Steinbruch Zingel für ökologische Massnahmen auf dem Werksgelände zertifiziert.

Karl Feierabend, Werksleiter

Hält Holcim am Industriehafen und an den Nauen fest?

Der Industriehafen ist für den Betrieb des Schotterwerks unerlässlich. Die Nauen stellen den Materialstransport sicher. Bei einem Unterbruch der Kehrsitenstrasse garantieren sie auch den Personen- und PW-Transport zum Ort Kehrsiten.

Reto Kohler, Schiffsführer

Wann geht der Abbau zu Ende, wann endet die Bewilligung?

Die Reserven der Erweiterung reichen noch etwa 17 Jahre, der Abbau endet je nach Fördermenge pro Jahr ca. im Jahr 2035.

Priska Hunkeler, Geologin

Wie werden die Erschütterungen gemessen?

Rund um den Steinbruch wurden in vier Häusern Erschütterungsmessgeräte installiert. Die aktuellen Messergebnisse nach den Sprengungen sind online. Auf der Webseite der Gemeinde Stansstad werden die Sprengungen jeweils angekündigt.

Xaver Feierabend, Sprengmeister

Wie kommt das gesprengte Material vom Steinbruch ins Werk? Macht der Transport viel Lärm?

Der Transport zum Brecher erfolgt neu über einen Fallschacht. Der Lärm wird abnehmen, da immer ein Lärmschutzwall zur Seeseite hin stehen bleibt. Die Bauarbeiten für den Fallschacht beginnen Ende November 2018.

Andre Bircher, Leiter Produktion Kies Region Zentralschweiz

Wie tief baut Holcim eigentlich ab?

Die bewilligte finale Abbauhöhe im derzeitigen Steinbruch befindet sich auf 445 Meter über dem Meeresspiegel. Der Seespiegel des Vierwaldstättersees befindet sich auf 434 Meter über Meer, also 11 Meter tiefer.

Karl Feierabend, Werksleiter

Was sind die nächsten Schritte des Erweiterungsprojektes?

Nach Zustimmung der Bevölkerung, der Gemeinde Stansstand und des Kantons Nidwalden kann der Steinbruch Zingel im Werk Kehrsiten erweitert werden. Die ersten Vorbereitungsarbeiten haben im Oktober 2017 begonnen und werden bis Herbst 2018 dauern. Danach kann mit dem regulären Abbau begonnen werden.

Andre Bircher, Leiter Produktion Kies Region Zentralschweiz

Werden die Sprengerschütterungen durch die Erweiterung zunehmen?

Im neuen Abbauprojekt werden die Abbauetagen auf 15 Meter reduziert, im Gegensatz zu 38 m vorher. Dadurch werden die Bohrlöcher kürzer und es wird pro Bohrloch weniger Sprengstoff gebraucht. Dadurch werden Erschütterungen abnehmen.

Xaver Feierabend, Sprengmeister